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Reformpädagogik

Die Reformpädagogik entstand als Reaktion auf den traditionellen, lehrerzentrierten Unterricht des Herbartianismus. Sie basiert auf der Überzeugung, dass die Fähigkeiten eines Menschen bereits in der Kindheit angelegt sind und durch Selbsttätigkeit und Selbstständigkeit entwickelt werden sollten.


Das grundlegende Prinzip der individuellen Erziehung betont die Bedeutung einer ungestörten Entfaltung der kindlichen Persönlichkeit. Dabei wird die Gemeinschaft, sei es durch ein aktives Schulleben oder die Vorstellung einer Volksgemeinschaft, stark betont. Im Rahmen der Reformpädagogik entstanden zahlreiche neue Schulformen und Unterrichtsformen, wie etwa der Gesamtunterricht, Gruppenunterricht oder Arbeitsgemeinschaften. (vgl. Lehner 2019, S. 20)


Beispiel: In einer reformpädagogischen Schule könnten Schülerinnen und Schüler beispielsweise in Projekten zusammenarbeiten, die auf ihren individuellen Interessen und Fähigkeiten basieren. Statt traditionellem Frontalunterricht könnte ein Lehrer oder eine Lehrerin verschiedene Lernmaterialien und Ressourcen bereitstellen, um den Schülern zu ermöglichen, selbstständig zu forschen und zu lernen. Die Schüler haben mehr Freiheit, ihre Lernwege zu gestalten, und lernen auch viel voneinander in einer unterstützenden Gemeinschaftsumgebung.


Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

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