Rationalitätsmythen
- Andreas Armster

- 4. Juli
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Rationalitätsmythen sind gesellschaftlich anerkannte Regeln oder Praktiken, die als rational gelten, obwohl ihre tatsächliche Wirksamkeit nicht objektiv belegt ist. Unternehmen übernehmen sie, um Legitimität in der Umwelt zu gewinnen – unabhängig davon, ob sie tatsächlich effizient sind. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 86 f.)
Beispiel: Ein Unternehmen führt ein Diversity-Programm ein, obwohl Studien zeigen, dass der Nutzen wirtschaftlich fraglich ist. Dennoch gilt es als „modern“ und wird von Öffentlichkeit, Politik und Belegschaft erwartet – das Unternehmen erlangt dadurch Legitimität und ein positives Image.
Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg


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