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Kollektives Gedächtnis

Kollektives Gedächtnis bezeichnet die gesellschaftlich verankerten Formen des Erinnerns, die durch Gruppen wie Familien, Religionsgemeinschaften oder Nationen getragen werden. Erinnerungen entstehen und bleiben erhalten, weil sie in soziale Praktiken (z. B. Rituale, Feste, Gedenktage) und materielle Rahmen (z. B. Orte, Symbole) eingebettet sind. Individuelles Erinnern ist somit stets sozial gestützt und mit dem historischen Gedächtnis des Kollektivs verflochten. (vgl. Corsten 2020, S. 312 ff.)


Beispiel: Selbst wenn jemand persönlich die religiöse Bedeutung von Weihnachten vergessen hat, erinnern Rituale wie der geschmückte Tannenbaum, Weihnachtslieder oder Familientreffen an die gemeinsame Tradition. Diese Praktiken tragen das Gedächtnis der Gruppe und rufen Erinnerungen immer wieder wach.


Corsten, M. (2020): Lebenslauf und Sozialisation. Wiesbaden: Springer VS

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