Interne öffentliche Verschuldung
- Andreas Armster

- 23. Jan.
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Interne öffentliche Verschuldung liegt vor, wenn der Staat Kredite im Inland aufnimmt. Dadurch ändert sich das gesamtwirtschaftlich verfügbare Gütervolumen und Leistungsvolumen nicht; Zinszahlungen und Tilgungszahlungen stellen lediglich eine Umverteilung innerhalb derselben Volkswirtschaft dar (von Steuerzahlern zu inländischen Gläubigern), ohne intertemporale Lastenverschiebung zwischen Generationen. (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 393 ff.)
Beispiel: Der Staat gibt Staatsanleihen über 10 Mrd. € aus, die ausschließlich von inländischen Haushalten und Banken gekauft werden. Mit dem Geld finanziert er Straßenbau. In den Folgejahren zahlt der Staat Zinsen und tilgt die Anleihen aus Steuereinnahmen an dieselben inländischen Gläubiger zurück. Volkswirtschaftlich bleibt das Gütervolumen unverändert; es findet nur eine Umverteilung innerhalb des Landes statt („wir zahlen es uns selbst“).
Nowotny, E.; Zagler, M. (2022): Der öffentliche Sektor. Einführung in die Finanzwissenschaft. 6. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien



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