Gleitende Marktprämienmodell
- Andreas Armster

- 29. Jan.
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Das gleitende Marktprämienmodell ist ein Fördermechanismus nach dem EEG, bei dem Betreiber von EE-Anlagen ihren Strom selbst (oder über einen Direktvermarkter) am Markt verkaufen und zusätzlich eine Marktprämie erhalten. Diese gleicht die Differenz zwischen dem erzielten Marktpreis und einem gesetzlich festgelegten Referenzwert (anzulegender Wert) aus und wird regelmäßig neu berechnet, sodass sich die Förderung an die Marktentwicklung anpasst. (vgl. Linnemann 2024, S. 195 ff.)
Beispiel: Ein Betreiber einer 500-kW-Photovoltaikanlage verkauft seinen Strom über einen Direktvermarkter an der Strombörse und erhält dafür im Monat durchschnittlich 6 ct/kWh. Der nach EEG festgelegte anzulegende Wert liegt bei 10 ct/kWh. Die Differenz von 4 ct/kWh bekommt der Betreiber als gleitende Marktprämie vom Netzbetreiber ausgezahlt, sodass sich insgesamt wieder 10 ct/kWh Erlös ergeben.
Linnemann, M. (2024): Energiewirtschaft für (Quer-)Einsteiger. Einmaleins der Stromwirtschaft. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien



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