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Gefühlte Inflation

Die gefühlte Inflation beschreibt die subjektiv wahrgenommene Teuerung durch Verbraucher, die oft von der offiziell gemessenen Inflationsrate abweicht. Besonders stark beeinflusst wird sie durch Preisveränderungen bei häufig gekauften Alltagsgütern, persönliche Preisvergleiche über lange Zeiträume sowie individuelle Konsumgewohnheiten. Sie ist psychologisch bedeutsam, aber kein verlässlicher Maßstab für die gesamtwirtschaftliche Preisniveaustabilität. (vgl. Kulessa 2018, S. 202 f.)


Beispiel: Nach der Euro-Einführung empfinden viele Menschen den Kaffee beim Bäcker als deutlich teurer, obwohl die offizielle Inflationsrate niedrig bleibt. Da sie diesen Kauf häufig tätigen, prägt sich der Preisanstieg stärker ein als etwa gesunkene Preise für Fernseher, die selten gekauft werden.


Kulessa, M. (2018): Makroökonomie im Gleichgewicht. Praxis und Theorie. Konstanz/München: UVK Verlagsgesellschaft

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