Ausschüttungsquote
- Andreas Armster

- 9. Dez. 2025
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Die Ausschüttungsquote ist eine Rentabilitätskennzahl und beschreibt, welcher prozentuale Anteil des Jahresüberschusses als Dividende an die Eigentümer ausgezahlt wird. Sie zeigt also, wie viel vom erwirtschafteten Gewinn tatsächlich an die Anteilseigner zurückfließt und wie viel im Unternehmen verbleibt. Da Ausschüttungen häufig durch gesetzliche Vorgaben, interne Kapitalpolitik oder bilanzpolitische Maßnahmen beeinflusst werden, besitzt die Kennzahl nur eine begrenzte Aussagekraft – insbesondere, wenn Unternehmen ihre Gewinne bewusst glätten, um konstante Dividenden auszuschütten. (vgl. Botsis et al. 2015, S. 107 f.)
Beispiel: Erzielt eine Bank im aktuellen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von 140,5 Mio. € und schüttet davon 110,5 Mio. € als Dividende an ihre Eigentümer aus, ergibt sich eine Ausschüttungsquote von rund 78,65 %. Das bedeutet, dass knapp vier Fünftel des Gewinns an die Anteilseigner fließen, während der verbleibende Teil im Unternehmen verbleibt, etwa zur Stärkung des Eigenkapitals oder zur Finanzierung zukünftiger Projekte.
Botsis, D.; Hansknecht, S.; Hauke, C.; Janssen, N.; Kaiser, B.; Rock, T. (2015): Kennzahlen und Kennzahlensysteme für Banken. Wiesbaden: Springer Gabler



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